EU AI Act Compliance-Kosten: Was kommt auf Unternehmen zu?

EU AI Act-Compliance kostet Geld und Zeit. Aber wie viel? Dieser Artikel gibt eine realistische Einschätzung der Kosten für verschiedene Unternehmenstypen.

Veröffentlicht: 1. November 2025· 7 Min. Lesezeit

Die wichtigsten Kostentreiber

Die Compliance-Kosten hängen stark von Ihrer Rolle (Anbieter vs. Betreiber) und der Risikoklasse Ihrer KI-Systeme ab. Die Hauptkostentreiber sind:

  • Technische Dokumentation: Erstellung und Pflege der Dokumentation nach Anhang IV. Aufwand: 20–200 Personentage, je nach Systemkomplexität.
  • Risikomanagement: Aufbau und Betrieb des Risikomanagementsystems. Einmalig: 10–50 Tage; laufend: 5–20 Tage/Jahr.
  • Qualitätsmanagementsystem: Implementierung eines QMS, ggf. ISO 42001-Zertifizierung. Einmalig: 20–100 Tage.
  • Konformitätsbewertung: Interne Selbstbewertung: 10–30 Tage. Notified Body: zusätzlich 20.000–80.000 €.
  • Rechtsberatung: Juristische Prüfung und Unterstützung: 5.000–50.000 €.
  • Schulungen: AI Literacy-Schulungen für Mitarbeitende.

Kostenschätzungen nach Unternehmenstyp

KMU als Betreiber von Hochrisiko-KI: Hauptkosten sind Beratung, interne Arbeitszeit und Schulungen. Realistischer Aufwand: 10.000–30.000 €.

KMU als Anbieter von Hochrisiko-KI: Umfangreichere Anforderungen: Technische Dokumentation, QMS, Konformitätsbewertung. Realistischer Aufwand: 50.000–150.000 €.

Großunternehmen als Anbieter: Mehrere Hochrisiko-Systeme, interne Teams, externe Berater: 200.000–1.000.000 €+.

Start-up mit KI-Produkt: Nutzen Regulatory Sandboxes und vereinfachte Dokumentation: 20.000–80.000 €.

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