EU AI Act für KMU: Was wirklich Pflicht ist (und was nicht)

Viele KMU sind verunsichert: Gilt der EU AI Act auch für sie? Was müssen sie tun? Dieser Artikel gibt eine ehrliche, praxisorientierte Antwort.

Veröffentlicht: 1. Mai 2025· 7 Min. Lesezeit

Realitätscheck: Betrifft mich das wirklich?

Die kurze Antwort: Es kommt darauf an. Die meisten KMU werden nicht von den schwersten Anforderungen des EU AI Act betroffen sein – aber von einigen schon.

Wenn Sie nur ChatGPT, Copilot oder ähnliche Tools nutzen: Sie sind als Betreiber von GPAI-Systemen in geringem Umfang betroffen. Hauptpflicht: AI Literacy (Schulung Ihrer Mitarbeitenden).

Wenn Sie KI-Software an Kunden verkaufen: Sie sind Anbieter und haben umfangreiche Pflichten – je nach Risikoklasse des Systems.

Wenn Sie KI im HR, bei Kreditentscheidungen oder anderen Hochrisiko-Bereichen einsetzen: Sie sind Betreiber eines Hochrisiko-KI-Systems und haben spezifische Pflichten.

Realistische Pflichten nach Typ

Nur-KI-Nutzer (ChatGPT etc.): AI Literacy sicherstellen, Chatbots auf der eigenen Website kennzeichnen, Mitarbeitende schulen. Aufwand: gering.

KMU-Betreiber von Hochrisiko-KI: Nutzung gemäß Herstelleranweisungen, menschliche Aufsicht, Protokolle 6 Monate aufbewahren, Mitarbeitende schulen. Aufwand: moderat.

KMU-Anbieter von Nicht-Hochrisiko-KI: Transparenzpflichten umsetzen, allgemeine GPAI-Anforderungen (falls zutreffend). Aufwand: moderat.

KMU-Anbieter von Hochrisiko-KI: Alle Anforderungen Art. 9–17, Konformitätsbewertung, CE-Kennzeichnung. Aufwand: hoch, aber mit KMU-Vereinfachungen machbar.

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