Qualitätsmanagementsystem für Hochrisiko-KI (Art. 17 EU AI Act)

Artikel 17 des EU AI Act verpflichtet Anbieter von Hochrisiko-KI-Systemen zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystems. Was das konkret bedeutet und wie Sie es umsetzen.

Was ist das QMS im Kontext des EU AI Act?

Das Qualitätsmanagementsystem (QMS) nach Artikel 17 ist das organisatorische Fundament der EU AI Act-Compliance. Es definiert alle Prozesse, Verantwortlichkeiten und Verfahren, die ein Anbieter etablieren muss, um sicherzustellen, dass seine Hochrisiko-KI-Systeme dauerhaft den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

Es ist dem bekannten ISO 9001-Konzept ähnlich, wurde aber speziell auf die Anforderungen von KI-Systemen zugeschnitten. Die neue Norm ISO/IEC 42001 (KI-Managementsysteme) kann als Referenzrahmen dienen.

Pflichtinhalt des QMS

Das QMS muss gemäß Artikel 17 mindestens folgende Elemente umfassen:

  • Strategie zur Einhaltung regulatorischer Anforderungen (Compliance-Strategie)
  • Verfahren zur Entwurfsprüfung, -dokumentation und -kontrolle
  • Verfahren zur Systemprüfung, -validierung und -verifikation
  • Verfahren zur Entwicklungskontrolle und zum Systemdesign
  • Verfahren zur Prüfung nach dem Inverkehrbringen
  • Verfahren zur Meldung von Vorfällen und Rückrufen
  • Kommunikationsverfahren für Mitarbeiter, Zulieferer und Kunden
  • Verfahren zur Datenverwaltung
  • Verfahren zur Lieferantenverwaltung
  • Dokumentationsrahmen für das QMS selbst

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